
1. Verwendung von Sand im Bauwesen
Sand ist ein essenzieller Rohstoff im Bauwesen und wird in vielen Bereichen eingesetzt, darunter:
- Betonherstellung: Hauptbestandteil von Beton und Mörtel.
- Mauerwerksbau: Bestandteil von Mörtelmischungen.
- Straßen- und Wegebau: Verwendung als Tragschicht oder Füllmaterial.
- Asphaltproduktion: Bestandteil von Asphaltmischungen für Straßenbeläge.
- Putz- und Estricharbeiten: Bindemittel für verschiedene Putz- und Estricharten.
- Drainage und Gartenbau: Einsatz in Sandkästen, Pflasterbettungen und zur Bodenverbesserung.
2. Unterschiede in Qualität und Beschaffenheit
Nicht jeder Sand ist für jede Anwendung geeignet. Wichtige Unterschiede sind:
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Körnung (Korngröße)
- Feinsand (0–0,2 mm): Für Putz, Estrich und Feinbeton.
- Mittelsand (0,2–0,5 mm): Für Mörtel und allgemeine Bauzwecke.
- Grobsand (0,5–2 mm): Für Betonherstellung und Straßenbau.
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Herkunft und Zusammensetzung
- Quarzsand: Besonders rein und widerstandsfähig, ideal für Glasherstellung und Spezialbeton.
- Flusssand: Abgerundete Körner, gut für Betonmischungen.
- Brechsand: Gebrochener Sand mit eckiger Struktur, verbessert die Haftung in Mischungen.
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Reinheit und Verunreinigungen
- Sand mit hohem Ton- oder Lehmanteil ist für Beton weniger geeignet.
- Organische Stoffe oder Salze können die Festigkeit beeinträchtigen.
- Gesiebter und gewaschener Sand ist für viele Bauanwendungen besser geeignet.
3. Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit
- Natursand ist ein begrenzter Rohstoff – Sandabbau kann Umweltauswirkungen haben.
- Recycling-Sand aus aufbereiteten Baustoffen wird zunehmend genutzt.
- Alternativen wie künstlicher Sand aus Gesteinszerkleinerung werden erforscht.
Spielsand
Für Spielplätze wird gewaschener Quarzsand genommen. Er hat eine Körnung von 0,1-2 mm und abgerundete Körner um Verletzungen und Kratzer zu verhindern. Weiterhin hat Spielsand keine Verschmutzungen oder Tontanteile und ist leicht formbar.